8. Mai – Ein Tag zum Feiern

Haus Jena

Saalfeld Klubhaus

Lo:tworkshop

Vergangene Woche veranstalteten wir wieder einmal einen Lo:tworkshop. Die Eindru:cke davon mo:chte ich euch nicht vorenthalten.

Hintergedanke der ganzen Sache ist es, Leute an das Herstellen elektronischer Baugruppen heranzufu:hren und somit den magischen Schleier rund um die Elektronik etwas zu lu:ften. In einer Umwelt die immer mehr von Technik dominiert wird ist es sicherlich nicht schlecht einen Einblick in die Funktionsweise zu bekommen und so vielleicht die vermeintliche Ohnmacht demgegenu:ber zu u:berwinden.

Das Fertigen eigener (elektronischer) Ger:ate ero:ffnet zudem die Mo:glichkeit Dinge zu erschaffen, die womo:glich keinen Absatz finden wu:rden und deshalb gar nicht erst produziert werden. Das kann zum einem daran liegen, dass es einfach nur Schrott ist oder aber, es besteht kein Interesse, dass so etwas produziert wird, da meist wirtschaftliche Faktoren im Vordergrund stehen. Desweiteren kann auf diese Weise ein Gera:t viel individueller an die eigenen Bedu:rfnisse angepasst werden und ist in manchen Fa:llen auch gu:nstiger zu ermo:glichen. Aufgrund von Quelloffenheit kann es nachtra:glich von anderen angepasst und verbessert werden.

Wir entschieden uns dafu:r im Workshop das tvbgone zu bauen. Dabei handelt es sich um eine unkonventionelle Fernseh-Fernbedienung mit nur einem Knopf. Wird dieser Knopf beta:tigt, sendet tvbgone alle eingespeicherten Infrarot-Codes verschiedenster Fernsehmodelle aus, um diese auszuschalten und das sind wirklich viele Codes…

impressions workshop

Nach einer kleinen Einfu:hrung in die wichtigsten elektronischen Vorga:nge und Bauteile, wurden die Lo:tkolben angeworfen. Zua:chst wurden einige Dra:hte zu Testzwecken auf Lochraster verlo:tet und dann ging es auch schon los. Am Ende hatte jeder ein funktionierendes tvbgone.

tvbgone finished

Von der kleinen Testrunde durch die Stadt kam jeder mit einem breiten Grinsen zuru:ck :D

riotbox

Dieser Beitrag widmet sich einem DIY Projekt, was mir schwer am Herzen liegt.
Ich meine das midibox Projekt. Dabei handelt es sich um eine Community, die es sich zur Aufgabe gemacht hat ein rundum-glu:cklich-Paket fu:r den geneigten Midi-Controller-Bastler zu erschaffen.

Ein MIDI-Controller ist ein Gera:t, welches Midi-Nachrichten anhand von physikalischen Steuerelementen erzeugt. MIDI ist ein Protokoll, um musikalische Informationen digial zu verarbeiten, es lassen sich damit aber auch Steuerinformationen verarbeiten. Solch einen Controller kann man dann beispielsweise an eine Musik-Software anschliessen und anschlieszend Softwareparameter mit echten Kno:pfen und Drehreglern steuern. Dies bietet ein viel besseres Interface zum musizieren, als es zum Beispiel Maus und Tastatur tun.

Da viele Controller a:hnliche Elemente verwenden bietet sich das auch gut an.
Das ganze ist scho:n modular gehalten, man hat also die volle Freiheit bei der Gestaltung. Die Firmware ist open source und es gibt ein mitlerweile platformunabhaengiges Konfigurationstool mit dem sich alles kinderleicht einrichten la:sst. Auch der Upload dieser setzt kein extra Flashtool vorraus, dies geschieht na:mlich alles u:ber die MIDI-Schnittstelle.

Das Projekt und die dazugeho:rige Community entwickelt sich kontinuierlich weiter und ist somit auch immer am Zahn der Zeit.

Als Beispiel folgt nun die von mir erstellte Midibox:

midibox front

Das Design ist mehr oder weniger von einer anderen midibox kopiert, da ich es sehr ansprechend finde. Auf der linken Seite bietet es Platz fu:r 8 Spuren mit je einem Volume Regler, 3 Drehreglern und zwei Schaltern. In der Mitte ist der Master Regler Bereich. Auf der Rechten Seite ist Platz fu:r Effekte: 25 Drehregler und 4 Schieberegler sowie ein Display samt Menu:-Bedienung.

Das ganze wurde mit Laser in eine Edelstahlplatte geschnitten und das Geha:use ist handgefertigtes Buchenholz mit dunklen Tischlerlack.
Die Potis habe ich gu:nstig in der Bucht erstanden, den Rest bei u:blichen Elektronikversa:ndern.

Da sich das midibox Projekt gro:sztenteils um die elektronische Seite ku:mmert, muss man sich selbst um das Geha:use ku:mmern, wodurch man allerdings unbegrenzte Freiheiten hat. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, vom kleinen Tupperdosen-Mischpult bis zum groszen Reglertisch ist also alles drin. Es gibt aber auch CAD Vorlagen fu:r Panels und im Forum ist auch der ein oder andere Tip zu finden.

midibox inside

Wie schon erwa:hnt ist das Ganze modular aufgebaut. So gibt es in diesem Beispiel je ein oder zwei Module fu:r analoge Einga:nge (Dreh-/Schiebe-Potis), digitale Einga:nge (Kno:pfe) und digitale Ausga:nge (LEDs). Das alles la:uft im Core-Modul zusammen, in welchem ein 32 Bit PIC-Prozessor schla:gt. An das Core-Modul kann ein Display angeschlossen werden und es verfu:egt ueber die Midi Ein- und Ausga:nge.
Da ich auf aufwendige Midi-Kabelei verzichten wollte, habe ich noch ein USB-Modul dazugepackt, jetzt la:uft alles scho:n schlicht u:eber ein Kabel direkt an den Rechner. Das USB-Modul wird u:brigens ohne Probleme direkt unter Linux und Windows als MIDI-Device erkannt und kann sofort verwendet werden! Als kleines Gimmik habe ich die Daten-Kontroll-LED unter das ausgelaserte „RiOT“ gepackt, wodurch dieszes bei Beta:tigung eines Elementes in einem scho:nen Orange aufleuchtet :)

Auszerdem gibt es auch Module fu:r Speichersticks, dem bekannten Soundchip des C64 SID sowie analoge Ausga:nge (Lautsprecher)
Das Projekt bietet mitlerweile auch Module fu:r Motorfader, Drehencoder oder Touch-Buttons an. Die Basic-Module ko:nnen relativ gu:nstig samt Platine bestellt werden.

midibox details

U:eber das Menu:e der Firmware la:sst sich das ganze Gera:t wunderbar konfigurieren, so kann fu:r jedes Element eingestellt werden, was es fu:r Eigenschaften haben soll (Midi Note, Midi Control Code, An-Schalter, An/Aus-Schalter, Wertebereich Poti etc.). Die Zusta:nde der Elemente ko:nnen ebenfalls eingesehen werden. Zudem bietet es auch noch einige weitere Spielereien, die ich jetzt aber nicht weiter ausfu:hren mo:chte, probiert es doch einfach selber aus ;)

Was ich mir aber noch wu:nsche ist eine Mo:glichkeit, mit der man Elemente mehrfach mit Funktionen belegen kann, also konkret in diesem Beispiel wu:rde ich gern mit einem der Kno:pfe pro Spur das Effekt-Poti-Feld fu:r jede Spur einzeln aktivieren und belegen ko:nnen.

Alles in Allem ne super Sache, checkt das mal aus!

Mein Panel als dxf-File

Tag your club!

Ha:lt wohl bis zu 8 Stunden und ist danach immer noch UV-aktiv… Ich wu:rde sagen, ideal fuer deinen Lieblingsclub ;)

Dancing Invader

Fangen wir mit etwas einfachen an.
Als ich vor einer Weile bei ebay ein gu:nstiges Angebot zu LED-Matrizen entdeckte, kam mir der Gedanke daraus Buttons mit dem gewissen Etwas zu bauen.
Etwas A:hnliches hatte ich schon einmal gesehn jedoch mit einem unhandlichen Batteriefach.
Als Prototyp kam folgendes zu stande:

Teile LED Button


drei Schritte zum Button

button-ani-gif

Wie man sieht ist die ganze Sache noch einfarbig, obwohl die Matrix Zwei Farben und deren Mischwerte untestu:tzt. Desweiteren ist die ganze Sache sehr aufwendig zu Lo:ten, weshalb ich derzeit an einem einfachen Platinenlayout arbeite, dadurch lassen sich in Zukunft sicherlich einige Exemplare zu Solizwecken herstellen. Definitiv der Hingucker in der Disco ;)

Um die Funktionsweise zu verstehen kann ich einen Artikel auf mikrocontroller.net empfehlen.

Die Firmware ist noch nicht ganz ausgereift und wird nachgereicht. Zum Beispiel soll noch Laufschrift implementiert werden. Ein Plan zur Verdrahtung folgt ebenfals.